Justice For Jeremiah

PRESSEERKLÄRUNG: Gerechtigkeit für Jeremiah?

Am 27. März 2003 wurde Jeremiah Duggan leblos auf einer Straße in der Nähe von Wiesbaden aufgefunden. Seitdem, seit elf Jahren, bemüht sich seine Mutter Erica Duggan um ordnungsgemäße Ermittlungen zu diesem Todesfall.

Am Mittwoch, den 28. Mai 2014 wird eine Anhörung vor dem Coroners Court in London stattfinden. Erica Duggan wird den britischen Coroner (Untersuchungsrichter) bitten, seinen Ermessensspielraum auszunutzen, um einen vollen Inquest (amtliche Untersuchung eines Todesfalls) durchzuführen, denn es scheint, dass es sich in Deutschland nur dem Namen nach und nicht in Realität um ein Ermittlungsverfahren handelt. Wenn die Akte geschlossen ist, sagt die deutsche Justiz, sie könne nicht ermitteln. Wenn die Akte offen ist, weigert sie sich zu kooperieren und lässt den Fall unerledigt.

Am 12. Mai 2014 haben Erica Duggans deutsche Anwälte Serdar Kaya und Christian Noll eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwälte in Wiesbaden eingereicht, weil sie die Anordnungen eines Beschlusses des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main missachtet und keine ordnungsgemäßen Ermittlungen durchgeführt haben. Trotz gerichtlichen Vorgehens sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland und trotz des OLG-Beschlusses, der ordnungsgemäße Ermittlungen anordnet, weigert sich die deutsche Justiz unbeugsam, diesen Anordnungen nachzukommen.

Hintergrund: Jeremiah Duggan starb am 27. März 2003.
Jeremiah Duggan war ein britischer Student in Paris, als er überzeugt wurde, an einer

"Friedenskonferenz" in Deutschland teilzunehmen. Er entdeckte bald, dass er sich unter Rechtsextremen befand – Anhängern von Lyndon LaRouche, einem verurteilten Verbrecher, dessen Botschaft ist, dass es die Briten und ihre Agenten, nämlich die Juden, seien, die den Krieg im Irak schürten, um die Zerstörung der Welt zu bewirken.

Um 5.25 h am 27. März 2003 rief Jeremiah von Wiesbaden aus zu Hause an und flehte seine Mutter an, sie solle ihn retten. Er sagte, dass er in Lebensgefahr sei, und zwar durch Mitglieder der LaRouche- Gruppierung. Innerhalb einer Stunde wurde sein lebloser Körper auf der Straße gefunden, in der Nähe des LaRouche-Büros. Die deutsche Justiz schloss die Akte und erklärte Jeremiahs Tod zum Selbstmord. Damit rechtfertigte sie ihre Entscheidung, nicht zu ermitteln. Auch größere Mengen neuen Beweismaterials und Expertenanalysen, die in den vergangenen 11 Jahren durchgeführt wurden, haben die deutsche Justiz nicht dazu bringen können, ihren Standpunkt zu überdenken.

Am 20. Mai 2010 hat das britische High Court of Justice einen neuen Inquest in den gewaltsamen Tod von Jeremiah Duggan angeordnet, da neues Beweismaterial behauptete, dass Jeremiah vor seinem Tod angegriffen worden war. Auch vier Jahre später ist H.M.S. Coroner Mr. Andrew Walker nicht in der Lage, einen Inquest durchzuführen, weil die deutsche Justiz sich weigert, die von ihm angeforderten Informationen zu liefern.

Schließlich hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) im Dezember 2012 einen Beschluss erlassen. Das OLG sagte, die Justiz sei ihren Pflichten nicht nachgekommen und der Fall solle dringend eröffnet werden. Das OLG benannte Zeugen und Verdächtige, die zu vernehmen seien, darunter einige, die

in Frankreich leben. Das OLG sagte auch, die Justiz habe Belege dafür, dass Jeremiah im Büro der LaRouche- EIR gewesen sei, außer Betracht gelassen. Trotz rechtlicher Einwände hat die Staatsanwaltschaft Wiesbaden denselben Polizeibeamten mit den Ermittlungen beauftragt, der im Jahr 2003 wichtige Beweismittel vernichtet und falsche Angaben gemacht hat und sich weigerte, Jeremiahs letzten Telefonanruf rückzuverfolgen. In diesem Telefonat hatte Jeremiah kurz vor seinem Tod seine Mutter voller Angst angefleht, ihn aus der Gefahr zu retten.

Auch nach 17 Monaten haben die Staatsanwälte es versäumt, das im OLG-Beschluss angeordnete Rechtshilfeersuchen nach Frankreich einzuleiten.

Erica Duggan sagt: „Ich blicke zurück und sehe, dass es von Anfang an ein institutionelles Versagen gibt, weitreichende Ermittlungen des Todesfalls und der Gefahren, die es auch heute in Deutschland gibt, durchzuführen.“
Die Integrität eines Staates kann daran gemessen werden, inwieweit er die Ausführenden seiner eigenen Staatsgewalt zur Rechenschaft zieht. Im modernen deutschen Staat, der vorgibt, dem Rest der Welt ein Beispiel zu sein, gibt es keine Gerechtigkeit, kein Recht für Jeremiah. Jetzt hängt alles von der Entscheidung des Coroners am kommenden Mittwoch ab, ob er seinen Ermessensspielraum dazu nutzt, einen vollen Inquest zu eröffnen, sodass die Familie ein bescheidenes Maß an Gerechtigkeit, an Recht, erzielen kann, um Ursache und Umstände des Todesfalls festzustellen.

Mittwoch, 28. Mai 2014
Ort: HMS.Coroners Court, 29 Wood Street Barnet, EN54BE

9 Uhr Anhörung. Vorsitzender Coroner: H.M.C. Mr Andrew Walker.
Der Anwalt wird den zu untersuchenden Fall skizzieren und Zeugen benennen, die beim künftigen Inquest vorgeladen werden sollen. Erica Duggan wird ebenfalls sprechen.

10 Uhr Abschluss der Anhörung. Danach wird Erica Duggan vor dem Gerichtsgebäude den an die deutsche Bundeskanzlerin gerichteten Brief öffentlich verlesen.

Ort: Deutsche Botschaft, 23 Belgrave Square, London SW1X 8PZ 13.30 Uhr Versammlung vor der Botschaft.

14 Uhr. Vor der Botschaft wird Erica Duggan einen Auszug aus dem an die deutsche Bundeskanzlerin gerichteten Brief verlesen. Danach Übergabe des Briefs.

Verfasserin: Erica Duggan- Mai 2014
Tel.: 0044 208 4554835. Mobil: 0044 07817 808 633
Kontakt: justiceforjeremiah@gmail.com http://justiceforjeremiah.yolasite.com http://larouche-danger.com

“The Jeremiah Duggan Memorial Fund”, Adresse: BM Jerry. London WC1N 3XX, UK.
Anwältin in London: Merry Varney, Kanzlei Leigh Day &Co. Pressesprecher: David Standard 7607540332717 Anwälte in Deutschland: Serdar Kaya, Christian Noll. 0049 30 6272 9662.

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